Abschiedsworte

Diese Worte, gegen mich verwendet,

werden mich nicht treffen, denn

Es wird Menschen geben,

die verstehen und mich stützen,

Weil benannt, was ich erfahren, und sie,

die mich begleitet haben auch erleben konnten.


Meine Worte schreiben eine Wahrheit, meine.

Die sei parteiisch, hör ich klagen, ich müsse abwägen,

dürfe meine Eitelkeit nicht einsetzen nachzutreten, da mich nun

niemand mehr würde anklagen können. Mein Risiko

ist es, dass sie es nun vielleicht noch wollen! Gemach.


Vieldeutige Worte waren mein Geschäft über viele Jahre,

ich habe der Stadt gedient, ihr alles Gute gewünscht.

Habe ich mich selber gerne gehört? Ja, das will ich so wohl sagen.

Habe ich mich genauso gerne gelesen? Nein, denn 

es erinnerte mich an die Zukunft, die jedes Wort benutzt.


Meine Worte haben die Tiefe des Raums gesucht, 

nicht den Boden und auch nicht Halt gefunden an der Oberfläche

Das Dazwischen bildet unser Sein, den Kampf 

von Leben, Bindung, Folgen und Gestalten, das Spiel

von Lieben, Hassen, Macht und Schwäche, 

Groß und Klein, Verloren sein und Zukunft sehen


Jedes Wort soll leben dürfen, jeder Satz auf Freiheit wachsen

Jeder Absatz muss den Frieden kennen.

Alles soll der Wahrheit dienen, Kampf allein dem Ziel.

Nur parteiisch kann geführt, kann das Ziel verfestigt werden

Meine Wahrheit ist erlernt, Teil einer Vielfalt, alt und neu.

Führung lernt, atmet und lebt, anders naht der Niedergang


Meine Worte sind erlebt, gelebt in 30 Jahren,

sind empfunden, dann verschwunden manche Jahre,

konnten oft nicht atmen, waren nur nicht kleinzukriegen.

Nicht Partei, doch Solidarität mit ihren Zielen war das

Immer angestrebte Ziel eines jeden Wortgebrauchs.  


Aber, war ich denn so wichtig,

dass so Mancher hat versucht

mir den Sinn nach seinem Gusto

zu verbiegen, sich zu Nutzen machen?

Frei sein nun bedeutet Achseln zucken können.   

  

(2012)

 

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