Sterngucker


Sich seine Zukunft wie das Universum vorzustellen verschafft Dr. Alfred Wertzenbaum den entscheidenden Schub, aus seinem Umfeld auszubrechen, den Weg zu seinem Erfolg zu gehen. Wird er ankommen, in seinem Universum? Wie wird das aussehen und was ist unsere Erfüllung. Vielleicht wird Dr. Alfred Wertzenbaum die Antwort verstehen und zufrieden sein, sein Glück sollte ursprünglich anders aussehen.

 

Nachstehend ein Auszug aus der Novelle Sterngucker

 

. . . Eine ferne Galaxie in seiner Erinnerung, die er für erloschen gehalten hatte, funkelt immer noch. Er versucht das Licht Jahrzehnte zurückzuverfolgen und sieht sich jenem, der ihn heute Alfred nennt, “Lichtjahre“ entfernt gegenüber stehend. Er lächelt überlegen, zeigt dieses aber nicht. Dr. Alfred Wertzenbaum ist plötzlich wieder der „Sterngucker“.

 

Er kann sich an diesen Namen noch sehr gut erinnern. Jetzt leuchtet er ihm wieder entgegen. Jens Fleischer, der ihm immer noch auffordernd abwartend gegenüber steht, sitzt neben ihm in der Schulbank. Der Physiklehrer erklärt die Fliehkraft. Jens stößt Alfred an und der schreckt hoch. „Eh, was ist los“, flüstern seine Augen. „Ich verstehe das nicht.“ „Schau doch einfach in die Sterne“, antwortet Alfred. „Dort sind es die Gravitationskräfte, die alles auseinanderreißen und es zugleich stabilisieren.“ „Was“, Jens schaut völlig entgeistert, „der erklärt die Fliehkräfte hier auf der Erde Der wird mich bestimmt gleich etwas dazu fragen.“ „Sprich dann von den Sternen, das versteht er nicht, weil es für ihn zu weit weg ist.“


Der Physiklehrer baut sich vor Jens auf. „Nun, wie ist das mit der Fliehkraft?“ „Also, wenn man in die Sterne schaut, dann funktionieren die nur mit der Gravitation“, und Jens macht eine kleine Pause, will dann fortfahren und sucht passende, nichts sagende Worte. „Schon gut, du hast dich vorbereitet, das habe ich nicht erzählt, aber es stimmt.“ Der Physiklehrer geht weiter. Alfred wird zum Sternengucker.

 

Vier Bier trinken sie zusammen, erinnern sich an den Beginn ihres Lebens, so scheint es und Dr. Alfred Wertzenbaum verliert die Übersicht über seine Biere. „So ist das auch heute noch“, versichert er Jens, „ wenn ich von den Sternen erzähle, von den Weiten unseres Denkens, unseren Möglichkeiten, der Dimension unserer Chancen, so wir sie denn ergreifen, dann schweigen die anderen.“ . . .