Über den Sinn einer Kartographie der Reise (2015)


Bochum 

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Istanbul

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Kayserie

(Göreme)

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Van

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Täbris

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Teheran

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Ghom

(Schiiten)

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Isfahan

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Yazd

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Shiraz

(Persepolis)

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Busher

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Abadan

(Hafen)

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Ahvaz

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Kermanshah

(knapp geschafft!) 

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Täbris

(Bazargan Boarder)

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Ercincan

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Ankara

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Istanbul

(wieder daheim)

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Bochum

Wer eine Landkarte lesen kann . . . 

 

. . . mag die Route verfolgen. Sie führte von Bochum durch das untergegangene Jugoslawien über Istanbul nach Teheran, von dort über Ghom und Isfahan an den Persischen Golf. Zurück dann über Kermanshah und Täbris auf einem ab der türkischen Grenze dann fast identischen Weg nach Bochum. 


Die Strecke beschreibt aber nichts von dem, was wir gesehen haben, wie es dort wirklich ist und was es bei mir bewirkt hat. Wichtig erscheint mir gerade heute, unsere Motivation für die Reise herauszustellen: Wir suchten sehr naiv das ultimative Abenteuer und es war so nah auf dem Landweg zu erreichen. Wir haben erlebt, dass dieses Land durchzogen war von Straßen, auf denen sich die Menschen bewegten, Menschen mit ganz anderen Wertvorstellungen,  ganz anderen Perspektiven für ihr eigenes Leben, als wir sie hatten. Alles vor „unserer Haustür“, nur wenige Tagesreisen entfernt.


Gut nachzuvollziehen, dass junge Leute auch heute noch dort unbedarft ihr erreichbares Abenteuer suchen - ihren  Kitzel.


Es ist aber nicht der Weg - der Straßenverlauf - den man kennen muss, das zu verstehen, sondern der Kopf. Nicht jene 5 - 6.000 km Distanz sind erwähnenswert, sondern die Nähe des Landes.


Aber auch: Hafiz ist noch, wir dürfen uns nur nicht betören lassen!