Der Tetraeder


Mag es inzwischen auch andere spannende Orte in der Emscherzone und den angrenzenden Arealen geben, hoch auf einer Halde liegend und somit zu einer Wegmarke geworden im sog. "Tal der Könige". Der Tetraeder auf der Halde Battenbrock in Bottrop ist für immer noch mein Maßstab.  


"von Oben" (Google-Maps) erkennt die Serpentinen im Westen, aber auch den schwierigeren Treppenaufgang im Süden, die sog. "Himmelstreppe". Ohne besondere Erlaubnis ist es nicht möglich, mit dem Auto auf die Halde zu kommen.


Das hübsche Symbol auf der Halden-Oberfläche ist inzwischen entfernt - gegrillt wird dort aber immer noch in lauen Sommernächten, wie auch sonst auf dem Tetraeder immer was los, grenzenlos, 7/24!


Der Ort ist magisch und man muss aufpassen , sich nicht von falscher Romantik einfangen zu lassen. Man hat dort, etwa 100 m über dem Haldenfuß in luftiger Höhe, einen grandiosen Rundblick über das Ruhrgebiet - natürlich abhängig vom Wetter und dem aufgestiegenen Dunst. Im Westen sieht man deutlich den Gasometer in Oberhausen und auch die Türme im des ehemaligen Eisenhüttenwerks im Landschaftspark Nord in Duisburg-Meiderich. Im Süden ragt die Skyline von Essen in den Himmel, im Osten kann man,  Ortskenntnis vorausgesetzt, den Florianturm erkennen, das Dortmunder Wahrzeichen im Westfalenpark. Nach Norden schweift der Blick weit ins Münsterland, Kraftwerke als letzte Ausläufer des Industriegebietes werden wir erinnern.


Unter einem erkennt man das letzte hier noch betriebene Bergwerk samt Kokerei - wie lange noch? Kleine Zechenkolonien,  ein Gewirr von Eisenbahnlinien, wo die Züge in Modelbahngröße verkehren. Bei Mitternacht sind es allein die Lichter, an denen wir uns orientieren können.